Die Stiftung Nationaltheater unterstützte im Jahr 2010 die Produktion der Jungen Oper „Die Nachtigall“ von Theo Loevendie nach dem gleichnamigen Roman von Hans Christian Andersen.So lieblich singt die kleine graue Nachtigall, dass dem Kaiser Tränen in die Augen treten. Sein Diener und der gesamte Hofstaat sind ebenfalls entzückt. Doch dann bekommt der Kaiser eine funkelnde künstliche Nachtigall geschenkt, die auch schön singen kann und sehr taktfest ist – kann sie die echte Nachtigall ersetzen?
Drei Schauspieler und sieben Instrumentalisten erzählen die farbenreiche Geschichte mit Musik und Sprache in einer für die Junge Oper eingerichteten szenischen Fassung. Die szenische Fassung integriert die Instrumentalisten als Musikdarsteller und Hofstaat des Kaisers und schafft eine enge Verbindung von Musik, Sprache und Szene, so dass die Handlung auf vielen Ebenen zu erleben ist.
Das Märchen beeindruckt durch ein Bewusstsein für die technische Moderne auf der einen Seite und Begeisterung für die Lebendigkeit der Natur und die Besonderheit einer individuellen Sprache auf der anderen. In der Figur der Nachtigall spiegeln sich die Möglichkeiten, Träume und Gefahren des Aufbruchs in die Moderne, die auch heute noch in vielfältiger Art und Weise unser Leben bestimmen.
Die Premiere wurde am 24. April 2010 gefeiert."
